Gesellschaft

Motivation zur Gründung der GTIV

Gründung im Grünen Salon des MEISTERSAALS Persönlichkeiten aus dem Umfeld des Collegiums der Tafelrunde kamen am 21. März 2004 im Grünen Salon des Meistersaals am Potsdamer Platz in Berlin zusammen und beschlossen die Gründung der Gesellschaft für Transfer immateriellen Vermögens (GTIV) als e.V.
Initiatoren der Gründung sind PD Dr. Dr. Jacob Mabe, zum ersten Präsidialrat „Forschung” gewählt, sowie Dipl.-Ing. Carsten Pinnow, erster Generalsekretär, und Dipl.-Ing. Dirk Pinnow, erster Präsident der GTIV e.V.

Herausragende Bedeutung des Mittelstands in Deutschland

Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland

  • sind über 99 Prozent aller umsatzsteuerpflichtigen Betriebe,
  • schaffen 70 Prozent der Arbeitsplätze,
  • stellen 80 Prozent der Ausbildungsplätze bereit,
  • entwickeln 75 Prozent aller Patente / Innovationen.

Quelle: Bundesverband mittelständische Wirtschaft [BVMW]

Deutschland verliert seine Wohlstandsbasis

Die moderne Informations- und Kommunikationstechnik erlaubt zunehmend eine ortsunabhängige betriebliche Tätigkeit. Insbesondere hochformalisierte und automatisierte Wertschöpfungsprozesse lösen sich von ihrer örtlichen Bindung, so dass sie keine Standort- und Wohlstandssicherung mehr garantieren.
Verschärft wird das Problem durch die wachsende Bereitschaft auch alteingesessener mittelständischer Unternehmen – die bisher als fest verwurzelt in ihrer heimischen Region galten – im Zuge der EU-Erweiterung über einen Wegzug nachzudenken.
Gut ausgebildete Deutsche in großer Zahl verlassen die im Reformstau erstarrte Bundesrepublik Deutschland.

Globalisierung und Regionalisierung sind zwei Seiten einer Medaille

Wirtschaftspolitische Großräume wie z.B. EU und NAFTA befördern die Herausbildung interkultureller Gemeinsamkeiten. Dennoch bedarf es zur Identitätsstiftung der mentalen Bindung an eine bestimmte Region und an ihre kulturellen Besonderheiten.
Kreativität und Innovation entstehen gerade durch die Konfrontation mit konkreten Problemen an einem Ort und schöpfen Lösungsansätze aus dem fachlichen und kulturellen Erfahrungsschatz des jeweiligen Umfeldes.
Einem auf Effizienz und Effektivität orientierten Föderalismus, der bürgerliches Engagement und Eigeninitiativen fördert, kommt im Zeitalter der Globalisierung größte Bedeutung zu!

Das Erlöschen von Unternehmen führt zu Kulturverlust!

Die Schließung eines Unternehmens ist mehr als der bloße Verlust von Arbeits-  und Ausbildungsplätzen oder Steuereinnahmen – es geht ein Stück Alltagskultur verloren. Das soziale Umfeld liegt brach: Wissen und Können versiegen oder werden exportiert, mentale und infrastrukturelle Verödung und wachsende soziale Probleme ganzer Landstriche oder Ortsteile stellen sich zunächst schleichend und dann durch Selbstverstärkung immer sichtbarer ein.
Zurück bleibt eine rein konsumtive Gewerbestruktur, die sich nur noch auf Billig-Supermärkte, Tankstellen, Imbisse, Videotheken, Spielhallen und Matratzenläden stützt, während die Quellen von Innovationen und Wachstumsanregungen – und damit Kultur – versiegen.

Zweckbestimmung der GTIV

Wissen und Können, in Sonderheit auch handwerkliches Können, sagen als Vermögenswerte im 21. Jahrhundert oft mehr über den Wert und das Potenzial eines Unternehmens aus als traditionell bewertetes, materielles Anlagevermögen.

Aufbauend auf dieser Erkenntnis stellt sich die GTIV die Aufgabe, durch interdisziplinäre Erforschung

  • der Bewertung,
  • der Nutzung,
  • der Bewahrung und
  • der Weitergabe immaterieller Vermögenswerte

insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen am Standort Deutschland zur erfolgreichen Weiterführung ihres Betriebes zu verhelfen und somit die unternehmerische Kultur und die Wirtschaftskraft in Deutschland zu stärken. Forschungsergebnisse der GTIV werden der Allgemeinheit durch Veröffentlichungen zur Verfügung gestellt, sowie durch Seminare, Symposien, Kongresse und Messen vermittelt.

Für die Erfüllung der satzungsmäßigen Zwecke werden Beiträge, Spenden, Zuschüsse und sonstige Zuwendungen eingesetzt. Mittel der GTIV dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder der GTIV erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der GTIV fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Die GTIV verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung und ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Das Symbol der GTIV

Pallas Athene („Athena“) ist eine Symbolfigur der griechischen Mythologie, ihre römische Entsprechung ist „Minerva“. Als Tochter des Zeus und der Metis soll sie aus dem Haupt des Zeus geboren sein. Neben ihrer beschützenden Funktion galt sie auch als Werkkundige, die Menschen verschiedene Gewerke lehrte (so z.B. den Frauen das Weben und den Männern das Zimmern).

Ihr Attribut ist die „Aigis“, ein Brustschild aus Ziegenfell, an dem der Kopf der Medusa hängt und das mit den Orakelschlangen verziert ist, und die Eule als heiliges Tier sowie Symbol der Weisheit. Der Ölbaum gilt als ihre Pflanze.

An vielen Orten fungierte sie als Stadtgöttin, besonders in Athen, wo ihr heiliger Vogel, die Eule, zum Stadtsymbol wurde. Ihr wurde der Parthenontempel auf der Akropolis in Athen geweiht. Unser GTIV-Logo zeigt Athena, die Weisheit und Wissen, also immaterielles Vermögen in Gestalt der Eule, gegen das Euro-Zeichen, mithin Kapital, ausbalanciert.

Zusammenfassung: 10 Punkte der GTIV

  1. Das Betriebsvermögen des 21. Jahrhunderts ist flüchtig
    Wissen und Können der Belegschaft und der Geschäftsführung sagen mehr über den wahren Wert und das Potenzial eines Unternehmens aus als das traditionell bewertete materielle Anlagevermögen. In diesem Zusammenhang sind auch weitere virtuelle Vermögenswerte wie Patente, Marken- und Lizenzrechte, Internet-Domains und Datenbanken zu sehen.
    Die GTIV widmet sich der Erforschung, Bewertung, Bewahrung, Konversion und Weitergabe immateriellen Vermögens.
    Wir helfen Mittelständlern bei der Rettung des betrieblichen Vermögens!
  2. Deutschland verliert seine Wohlstandsbasis
    Die moderne Informations- und Kommunikationstechnik scheint eine ortsunabhängige betriebliche Tätigkeit zu erlauben. Insbesondere die hochformalisierten und automatisierten Wertschöpfungsprozesse lösen sich von ihrer örtlichen Bindung, so dass sie keine Standort- und Wohlstandssicherung mehr garantieren. Verschärft wird das Problem der Abwanderung von Betrieben durch die wachsende Bereitschaft auch alteingesessener mittelständischer Betriebe, ihren Sitz, ihre Produktion und Dienstleistungsbereiche ins benachbarte europäische Ausland zu verlegen. Selbst Kleinstunternehmen, die bisher als fest verwurzelt in ihrer heimischen Region galten, denken im Zuge der 2004 erfolgten EU-Erweiterung über einen Wegzug nach. Gut ausgebildete Deutsche in großer Zahl verlassen die im Reformstau erstarrte Bundesrepublik Deutschland.
    Die GTIV drängt in Kooperation mit beratenden Unternehmen, Kammern und
    Verbänden, dieses existentielle Thema mit weitreichender volkswirtschaftlicher Brisanz dringendst auf die Tagesordnung der politischen Diskussion zu setzen.
    Wir kämpfen für den Erhalt der mittelständischen Wohlstandsträger!
  3. Das Erlöschen von Unternehmen führt zu Kulturverlust
    Schon die Schließung eines Kleinstunternehmens stellt mehr dar als den bloßen Verlust von Arbeits- und Ausbildungsplätzen oder Steuereinnahmen – es geht ein Stück Alltagskultur verloren. Das einst davon mit geprägte und unterhaltene soziale Umfeld droht brachzuliegen. Wissen und Können versiegen oder werden exportiert, mentale und infrastrukturelle Verödung und wachsende soziale Probleme ganzer Landstriche oder Ortsteile stellen sich zunächst schleichend und dann durch Selbstverstärkung immer sichtbarer ein.
    Zurück bleibt eine rein konsumtive Gewerbestruktur, die sich nur noch auf Billig-Supermärkte, Tankstellen, Imbisse, Videotheken, Spielhallen und Matratzenläden stützt, während die Quellen von Innovationen und Wachstumsanregungen versiegen.
    Die GTIV sieht es als ihre Aufgabe an, sich im Rahmen von Forschungsprojekten der Entwicklung, Pflege und Überlieferung von Unternehmenskultur im sozialen und politischen Kontext anzunehmen.
    Wir vermitteln unternehmerisches Handeln als Kulturleistung!
  4. Globalisierung und Regionalisierung sind zwei Seiten einer Medaille
    Wirtschaftspolitische Großräume wie z.B. die EU befördern die Herausbildung interkultureller Gemeinsamkeiten. Dennoch bedarf es zur Identitätsstiftung jeweils der mentalen Bindung an eine bestimmte Region und ihre kulturellen Besonderheiten. Kreativität und Innovation entstehen gerade durch die Konfrontation mit konkreten Problemen an einem Ort und schöpfen Lösungsansätze aus dem fachlichen und kulturellen Erfahrungsschatz des jeweiligen Umfeldes. Eine spätere Adaption anderenorts unter Berücksichtigung der speziellen Randbedingungen ist durchaus wünschenswert, soweit Urheber- und Eigentumsrechte gewahrt bleiben.
    Die GTIV stellt Forschungsergebnisse zur Verfügung, die insbesondere mittelständischen Unternehmen bei der Analyse regionaler Alleinstellungsmerkmale, der Risiken durch eindringende externe Konkurrenz und der eigenen Chancen zur Vermarktung von Waren und Dienstleistungen auf internationalisierten Märkten helfen.
    Wir bauen Brücken zwischen den Regionen und dem Weltmarkt!
  5. Unternehmensnachfolge-Prozesse benötigen Zeit
    Das im Laufe von Jahrzehnten angesammelte Spezialwissen eines Unternehmers kann schwerlich wie kaufmännisches oder technisches Fachwissen in Form von Fachliteratur oder Workshops weitergegeben werden. Dieses an die Intuition gekoppelte, auf langjährige Erfahrung gegründete Wissen um den Umgang mit Behörden, Standesorganisationen, Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern muss im betrieblichen Alltag vermittelt werden. Dabei sollte der Nachfolger von seinem Vorgänger unmissverständlich bei allen relevanten Interessengruppen als künftiger Entscheider eingeführt werden, um einen bruchlosen Vertrauensvorschuss zu erlangen.
    Die GTIV liefert Methoden zur Identifizierung aller relevanten Ansprechpartner mit Multiplikatorfunktion, um eine schnellstmögliche Einbindung des Nachfolgers in bestehende Netzwerke zu erreichen.
    Wir kultivieren die generations- und bereichsübergreifende Netzwerkbildung!
  6. Unternehmensnachfolge-Prozesse erfordern Fairness
    Dem Vorgänger soll durch die Abgabe des Unternehmens die Alterssicherung ermöglicht werden, während der Nachfolger in einem überschaubaren Zeitrahmen von Schulden frei die eigene Wertschöpfung auch zum eigenen Nutzen erbringen können muss.
    Die GTIV liefert Vorgängern und Nachfolgern Anleitungen zur fairen Bewertung des betrieblichen Vermögens und zur Auswahl eines geeigneten Finanzierungsmodells für die Übergangsphase.
    Wir unterstützen faire Unternehmensübergaben!
  7. Erfolgsfaktor „Mensch“
    Vorgänger und Nachfolger müssen sich gut verstehen, sonst scheitert die Nachfolge und verursacht beträchtliche Vermögensschäden aufgrund von Reputationseinbußen und unnütz eingesetzten Ressourcen. Der Vorgänger, der sein Lebenswerk und seinen Ruf in treue Hände übergeben will, muss ein Höchstmaß an Vertrauen und Sympathie für den Nachfolger empfinden; der Nachfolger hingegen muss von dem Potenzial und dem Vermögen des zu übernehmenden Betriebes überzeugt sein.
    Die GTIV bietet dem Expertenwissen auf den Gebieten der Personalauswahl und des Coachings an, um geeignete Partner zusammenzuführen und sie während der Übergangsphase zu betreuen.
    Wir moderieren das Zusammenfinden von Vorgängern und Nachfolgern!
  8. Erfolgsfaktor „Technik“
    In vielen Betrieben haben sich im Laufe der Jahrzehnte „gewachsene Strukturen“ eingestellt, die als „bewährte Technik“ mit hohem Nutzwert gelten, aber buchhalterisch bereits weitgehend abgeschrieben sind. Es gilt nun abzuwägen, ob hinsichtlich Effizienz und Effektivität, aber auch betrieblicher Sicherheit, eine partielle oder gar totale Systemumstellung geboten ist und wie eine Systemkonversion erfolgen könnte.
    Die GTIV hilft dem Nachfolger, Expertenwissen auf technologischem und betriebswirtschaftlichem Gebiet zur Verfügung gestellt zu bekommen, um bei Neuinvestitionen oder technischen Migrationsprojekten einen sicheren betrieblichen Übergang zu ermöglichen.
    Wir stellen technische und betriebswirtschaftliche Unterstützung!
  9. Erfolgsfaktor „Organisation“
    Die Persönlichkeit des Nachfolgers und die von ihm initiierten Umstellungen der betrieblichen Technik dürfen den immateriellen Wert des Unternehmens nicht gefährden. Es darf also keinen Bruch der Unternehmenskultur und keine Einbuße der Reputation geben, weshalb sich radikale, kurzfristige „Rationalisierungsmaßnahmen“ verbieten. Gefragt ist ein eher evolutionärer Verbesserungs- bzw. Anpassungsprozess an neue Gegebenheiten.
    Die GTIV steht dem Nachfolger bei der behutsamen Transformation betrieblicher Abläufe und der betrieblichen Struktur mit Rat und Tat zur Seite.
    Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe in organisatorischen Anpassungsphasen!
  10. Partnerschaft zum allseitigen Nutzen
    Die erfolgreiche Weiterführung eines eingeführten Betriebes als Wertschöpfungsquelle dient allen Beteiligten. Der nachhaltige Nutzen für die Allgemeinheit liegt neben dem Erhalt von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen und der Beibehaltung von Abgabenleistungen auch in dem sichtbaren Bekenntnis zu dem betreffenden Standort und dem Entgegenwirken der kulturellen Zerrüttung.
    Die GTIV stellt aus ihrem Umfeld einen „Stab auf Zeit“ zur operativen Unterstützung von Vorgängern und Nachfolgern zur Verfügung.
    Wir stärken Deutschlands mittelständische Wohlstandsbasis!

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