Arthur Müller: Ein einfallsreicher Geschäftsmann mit Gespür für Innovationen und wirtschaftliche Notwendigkeiten

Vortrag über einen Futtermittelhändler, der zum industriellen Karosseriebauer wurde

[GTIV, 04.10.2013] Der reich bebilderter Vortrag soll Einblicke in die Geschichte des Standortes Johannisthal, das industrielle Schaffen Arthur Müllers und anhand seines Beispieles in die deutsch-jüdische Geschichte geben. Es handelt sich um eine Veranstaltung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) Berlin-Brandenburg, Arbeitskreis Technikgeschichte, unter Leitung von Dr.-Ing. Karl-Eugen Kurrer und Dr. phil. Stefan Poser, in Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin, vertreten durch Dr. Alfred Gottwaldt.

„Arthur Müller: Vom Futtermittelhändler zum industriellen Karosseriebauer“
Vortrag von Benjamin Huth
Donnerstag, den 17. Oktober 2013, 17.30 Uhr
Deutsches Technikmuseum, Vortragssaal (4. Stock), Trebbiner Straße 9 in 10963 Berlin
ÖPNV: U1/U2 Gleisdreieck, U1/U7 Möckernbrücke

Arthur Müllers (1871-1935) vielfältige Unternehmensgründungen zeichnen ein Bild vom einfallsreichen Geschäftsmann mit Gespür für Innovationen und wirtschaftliche Notwendigkeiten. Nach kaufmännischer Ausbildung und Aufbau eines Futtermittelvertriebs wurde er zum Mitbegründer des Flugplatzes Johannisthal. In dessen Umfeld siedelte er Industrie an und produzierte auch selbst Wohnhäuser, Flugzeuge und Eisenbahnwaggons. 1926 gründete er mit Edward G. Budd die AMBI-Budd Presswerk GmbH und begann Automobil-Ganzstahlkarosserien für den europäischen Markt herzustellen. Schon vor 1933 war Müller antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt. Nach seinem Tod 1935, musste seine Frau, Thekla Müller, die Teile des AMBI-Konzerns zusammenfassen und verkaufen.
Die Veranstaltung ist Bestandteil des begleitenden Vortragsprogramms zur Sonderausstellung „Orenstein & Loewe. 20 deutsch-jüdische Ingenieure, Erfinder und Fotografen 1933-1945“ des Deutschen Technikmuseums Berlin zum Themenjahr „Zerstörte Vielfalt, Berlin 1933-1938-1945“.

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