Berlin muss wieder Industriestadt werden

GTIV e.V. plädiert für eigene Wertschöpfung als Antwort auf Häme und Neid

[GTIV, 05.05.2007] Die sehr freundlichen, gar liebevollen Bekenntnisse der ausländischen Sprecher der Abschlussveranstaltung „agenda@berlin“ im Berliner Abgeordnetenhaus am 4. Mai 2007 können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wahrnehmung Berlins in weiten Teilen Deutschlands weiterhin von Missgunst und Verachtung geprägt wird. Berlin muss daher seine in den letzten Jahren errungene positive internationale Reputation pflegen und fortentwickeln – in seiner Eigenschaft als weltoffene deutsche Hauptstadt, die sich auf ihre lokalen Potenziale gründet und mehr und mehr aus eigener Kraft Werte schöpft.

Als Krönung einer vom Verein Werkstatt Deutschland mit Unterstützung der BERLINER BANK und dem Abgeordnetenhaus von Berlin organisierten zweitägigen Exkursion für Journalisten durch das neue Berlin mit seinen Licht- und Schattenseiten diente die Veranstaltung im Plenarsaal des Preußischen Landtags der zusammenfassenden, durchaus kritischen Betrachtung der deutschen Hauptstadt.

Flüssig, souverän und kurzweilig von Georgia Tornow, Journalistin, Generalsekretärin der Interessenvertretung der Filmproduzenten film20, moderiert, eröffneten nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Walter Momper, Dr. Klaus Riebschläger, erster Vorsitzender Werkstatt Deutschland e.V., und Oliver Bortz, Vorsitzender des Vorstands Berliner Bank, den Reigen:

  • Dr. Riebschläger erinnerte daran, dass derartige für die öffentliche Wahrnehmung Berlins wichtige Projekte wie „agenda@berlin“ einer Ideen- wie auch gleichzeitig einer Finanzkultur bedürften und der BERLINER BANK Anerkennung und Dank für das Sponsoring gebührten.
  • Bortz nahm zur Motivation des Engagements Stellung: Berlin habe Reichtum – nämlich Potenziale und Pläne. Zudem verspüre er einen „Hunger auf Zukunft“. Gerade angesichts demographischer und sozialer Probleme in den einzelnen Stadtteilen komme der Kultur und auch dem Sport große Bedeutung als Integrationsinstrumente zu. Trotz aller aktuellen Schwächen insbesondere auf wirtschaftlichem Gebiet habe die Aufholjagd Berlins begonnen, sei ein Aufschwung bereits spürbar.

Unter dem Leitgedanken „Reich an Perspektiven“ gaben u.a. Gabor Steingart, Leiter des Hauptstadtbüros „DER SPIEGEL“, Jens Bisky, Redakteur Feuilleton „Süddeutsche Zeitung“, und Joachim Stoltenberg, Chefkorrespondent „DIE WELT“ / „Berliner Morgenpost“, ihre Berlin-Ansichten preis:

  • Steingart pries die „fröhliche Beerdigung des alten Berlins“ und die Entstehung eines „zukunftsversessenen neuen Berlins“. Der Bann der Düsternis dieser Stadt sei gewichen; trotz der vielen Wegmarken auch der dunklen Berliner Geschichte sei hier eben keine überdimensionale „Museumsinsel“ oder gar eine einzige bewohnte Gedenkstätte entstanden.
    Man trotze sich die Zukunft ab und sei nicht mehr ewiger Gefangener der eigenen Geschichte. Berlin sei heute deshalb wieder „groß“, weil es sich „klein“ mache. Noch in den 1990er-Jahren sei die Sehnsucht („Drehkreuz zwischen Ost und West“) größer gewesen als das tatsächliche Können.
    Heute stelle sich Berlin eben dort als Metropole dar, wo am wenigsten darüber gesprochen werde. Gerade die Neu-Berliner etablierten sich ihr eigenes Berlin, dessen Reichtum sich auf seiner Armut gründe – als Gegenentwurf nannte er Hamburg und München als etablierte wohlhabende, aber langweilige Städte, die gewissermaßen bewohnte Museen des ehemaligen Wirtschaftswunderlandes seien. Berlin habe derzeit nur einen Anteil von 3,5 Prozent an der Wertschöpfung Deutschlands, während z.B. London rund 20 Prozent zur Wirtschaftskraft Großbritanniens und Paris etwa zehn zu jener Frankreichs beitrage. Berlins Aufgabe sei vor allem eine Produktion geistiger Natur: Die Formung der öffentlichen Meinung.
  • Bisky stellte Berlin als „Stadt der Improvisation“ dar. Damit sei Berlin aber zugleich ein Bild der Zukunft für Gesamtdeutschland. Hier sei Platz für die Erprobung, hier habe sich eine „digitale Bohème“ niedergelassen, die einer Erwerbstätigkeit „jenseits der Festanstellung“ nachgehe. Auch die reiche Galerienlandschaft führte er als Beispiel an, wie mit wenig Geld und Improvisationsvermögen Herausragendes geleistet werden könne. Ebenso basiere das Nachtleben in Gestalt der vielen innovativen Clubs vielfach auf provisorischen Zwischennutzungen von Immobilien. Die Vielfalt der Milieus dieser Stadt führe auch zu einer Vorsicht gegenüber „Heilsbotschaften“. Er machte aber nachdrücklich deutlich, dass all diese Aushängeschilder Berlins einer gut funktionierenden Infrastruktur bedürften; er sehe schon eine Schwäche der staatlichen Institutionen, die teilweise gar von Mutlosigkeit und Stagnation geprägt seien. Auch warnte er vor der Neigung einiger, sich selbst zu „musealisieren“ und einen Ewigkeitsanspruch in dieser hochdynamischen Stadt anzumelden.
  • Stoltenberg schließlich stellte die Frage in den Raum, was die Hauptstadt dem Land wert sei. Er sehe Berlins Eigenleistung in der Funktion als „Reformlabor“. Kritisch merkte er den Umgang des Berliner Senats mit Investoren an und die Tatsache, dass der Ruf Berlins im Ausland momentan besser als im Inland sei.

In der Anschlussrunde „Reich an Eindrücken“ stellten Journalisten aus Karlsruhe, Baden, Weiden, München, Stuttgart, Köln, Frankfurt/M. und Hagen ihre zuletzt auch im Zuge des zweitätigen Besuchsprogramms verdichteten persönlichen Ansichten dar. Die kurzen Stellungnahmen zeigten die Ambivalenz der Einstellungen sehr deutlich:

  • Berlin müsse sich bewusst sein, dass es aus Sicht etwa der am Rhein liegenden Städte ungefähr so weit entfernt liege wie Paris – diese Aussage bezog sich weniger auf die reine geographische Situation als vielmehr auch auf eine mentale Zustandsbeschreibung.
  • Berlin möge sich selbst nicht so wichtig nehmen, sondern danach trachten eine „Hauptstadt mit Herz“ zu werden.
  • Berlin müsse aufpassen, nicht zu einem „Karriere-Durchlauferhitzer“ zu werden, gewissermaßen zu einem temporären Aufenthaltsort zwischen behüteter Kindheit und Altersruhesitz in Westdeutschland. Neid und Häme seien typische Empfindungen für Berlin: Man anerkenne und missgönne Berlin seine reiche Kultur, schaue aber herablassend auf die geringe Wirtschaftskraft.
  • Berlin müsse seine Landespolitik vom Niveau her stets im Kontext seiner Hauptstadtfunktion betreiben und zur „Modellstadt für Integration“ werden, indem man Probleme zu Chancen wandle.
  • Berlin solle auch die Wissenschaft als elementaren Teil der Kultur begreifen.
  • Berlin als einzige Metropole in Deutschland habe die Aufgabe, seine jungen Ressourcen jedweder Herkunft zu nutzen – es gehe darum, jedem Kind die „bestmögliche Bildung“ zu ermöglichen.
  • Berlin mit seinen Stadtteilen dürfe in der Wahrnehmung nicht hinter dem Regierungsviertel verschwinden, wie es seinerzeit kritisch über den westdeutschen Regierungssitz („Raumschiff Bonn“) geäußert worden sei.

Eine Gefahr der öffentlichen Wahrnehmung seien die vielen nur auf Großveranstaltungen (wie z.B. der „57. Deutsche Filmpreis“ am selben Tag) fokussierten Berichte in den Medien, die bei einigen die Meinung bildeten, die Berliner feierten ständig, während in der Provinz das dafür notwendige Geld erarbeitet werden müsse…

Versöhnlicher gaben sich unter dem Leitgedanken „Reich an Wertschätzung“ die internationalen Beobachter Pascale Hugues, in Paris wie Berlin beheimatete Journalistin, David Montgomery, britischer Verleger, Dr. Gottfried Langenstein, Präsident des deutsch-französischen Senders ARTE in Straßburg, und Frank A. Meyer, Chefredakteur „Cicero“ in Zürich.

  • Hugues riet Berlin zur Gelassenheit: Der Mythos der Stadt müsse nicht erzwungen werden. Berlin als vergleichsweise preiswerte, immer unfertige Stadt biete Menschen aus aller Welt einen Platz zum Ausprobieren. Sie kritisierte die „Furcht vor Berlin“, die in der deutschen Presse gepflegt werde, und appellierte, endlich mit dem Lamentieren aufzuhören.
  • Montgomery pries Berlin als weltweiten Leuchtturm der wiedergewonnenen Freiheit und verglich in einer sehr persönlichen Betrachtung seine ursprüngliche Heimatstadt Belfast mit Berlin – beide Städte seien gewaltsam zerrissen gewesen und niemand hätte angesichts der Brutalität der Trennung vor Jahrzehnten auf einen friedlichen Wandel setzen können.
  • Dr. Langenstein führte aus, dass Berlin wieder ein industrielles Rückgrat brauche, wobei es gelte nach vorne und eben nicht nach hinten zu blicken. Die Berliner Kulturstätten müsse man weltweit professionell vermarkten, eine unbürokratische Weltoffenheit einüben und pflegen wie auch Bildung als Erfolgsfaktor des Standorts erkennen und fördern.
  • Abschließend verneinte Meyer humorvoll die Behauptung, Berlin sei „arm aber sexy“. Er sehe Berlin eher als „erotisch“ an, da hier die Spuren, gar Narben des gelebten Lebens als Teil der Gegenwart zu erfahren seien.
    Mahnend aber wies er auch auf die Schattenseiten hin: Er habe seine Berliner Wohnung in einem Teil Wilmersdorfs, der bis zur Auslöschung als „Jüdische Schweiz“ bekannt war – ihm als Schweizer gehe es schon sehr nah, dass die einstigen Bewohner dieses sehr schönen Berliner Stadtteils, den man sonst doch wohl kaum als eine „Schweiz“ bezeichnet hätte, der Vertreibung und Vernichtung zum Opfer gefallen seien. Er ließ auch keinen Zweifel an der einstigen distanzierten und ablehnenden Haltung der Schweizer zu Berlin aufkommen, die sich aus dem einstigen Großmachtstreben Deutschlands speisten. Heute aber zum Glück habe sich die Wahrnehmung Berlins total verändert – die Flüge zwischen Zürich und Berlin seien stark von jungen Menschen frequentiert, die diese niemals langweile Stadt als Touristen wie Dauergäste oder Neubürger erleben wollten.

Dirk Pinnow, Präsident der Gesellschaft für Transfer immateriellen Vermögens e.V. (GTIV), der als Beobachter an der Vortragsveranstaltung teilnahm, sieht zusammenfassend drei wesentliche Aspekte:

  1. Weltoffenheit vs. Überheblichkeit
    Internationalisierung auch in Gestalt der vielfach geschmähten und gefürchteten „Globalisierung“ ist eine große Chance für Berlin!
    Als Hauptstadt und Metropole hat Berlin eine nationale wie internationale Verpflichtung zu Frieden und Fortschritt. Berlins Größe basierte immer auf der von engagierten und kultivierten Einwanderern entfalteten Innovation und Kreativität. Größenwahn in Berlin führte hingegen stets zur Vernichtung dieser Wertschöpfungsvoraussetzungen und Lähmung der Stadt über Jahrzehnte hinweg. Jetzt wieder kann Berlin frei atmen und sich entfalten – eine Chance, die genutzt und nicht wieder verspielt werden darf! Berlin tut gut daran, sich seiner preußischen Wurzeln und Tugenden, zu denen vor allem Toleranz, Bescheidenheit und Bildung gehören, zu erinnern, die einst aus einer kleinen Ansiedlung an der Spree eine Stadt mit kultureller Weltgeltung machten. Berlin ist und wird nie Paris sein – ebenso wie Paris niemals ein Abbild Londons oder Roms wird. Zum Glück für Europa und die Welt haben wir diesen Reichtum an kulturellen Unterschieden. Berlin kann auf jede Selbstbezichtigung und auch jedes Nacheifern anderer Städte verzichten (was ja ein Lernen von anderen nicht ausschließt); es kann sich gelassen seiner Rolle als nie fertige Stadt widmen. So sind Menschen mit Ideen aus aller Welt eingeladen, zur Weiterentwicklung in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur beizutragen und auch den letzten mentalen Teilungsmief noch zu vertreiben. Um aber einer Beliebigkeit zu wehren, gilt es das Wissen um die Berliner Geschichte und seiner Zeugnisse zu pflegen und zur Grundlage auch der Politik werden zu lassen. „Nie fertige“ Stadt meint eben nicht, Stadtentwicklung mit der Abrissbirne zu betreiben, wie es in beiden Stadthälften nach dem Zweiten Weltkrieg zum Unterpflügen der eigenen Geschichte betrieben wurde, sondern die Spannung zwischen „Alt“ und „Neu“ als Antriebskraft für den Fortschritt zu nutzen.
  2. Schaufenster Deutschlands vs. subventionierte „Partyhauptstadt“
    Wenn Berlin einfach nur Berlin ist und sein soll, verbietet sich auch jeder abfällige oder neiderfüllte Vergleich mit Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt/M., Stuttgart, München oder auch Leipzig und Dresden – und zwar in beide Richtungen!
    So wie sich Europas Reichtum auch in der Vielfalt seiner Metropolen spiegelt, ist Deutschland mit seinen Großstädten, regionalen Eigenheiten und Kulturschätzen unheimlich reich. Wäre es nicht endlich Zeit, der selbstzerstörerischen Nabelschau der Deutschen Einhalt zu gebieten? Jede der genannten Städte existiert nicht nur für sich allein, sondern erfüllt für das ganze Land eine Aufgabe. Berlin ist nun die Hauptstadt – nicht nur der Pankower und Zehlendorfer, Treptower und Neuköllner, sondern aller Deutschen, von Flensburg bis Berchtesgaden, von Aachen bis Frankfurt (Oder). Auch in anderen Städten wird gerne gefeiert, warum also nicht auch in Berlin, zumal die Feiernden zum großen Teil Auswärtige sind? Sollte Berlin denn lieber wieder die „bleierne Zeit“ der Deutschen Teilung aufleben lassen? In Berlin materialisiert sich das deutsche Selbstverständnis! Es geht München und Düsseldorf doch nicht schlecht, nur weil Berlin Attraktionen entwickelt, die auch der Ankurbelung des Tourismus dienen. Die teilungsbedingte Verlagerung von Unternehmen und Institutionen (s. z.B. SIEMENS oder VDI) weg von Berlin hatte man seinerzeit in Westdeutschland doch sehr gerne angenommen – ohne eine Gerechtigkeitsdebatte zu entfachen. Der Wohlstand und die wachsende Bedeutung einiger westdeutscher Städte sind auch der Schädigung und Benachteiligung Berlins in jener Zeit geschuldet.
    Abschließend sei daran erinnert, dass nicht nur die Berliner und Ostdeutschen den Krieg verloren haben! Ebenso ist der glückliche Wandel 1989/1990 eine Befreiung und Wiedergewinnung der Einheit aller Deutschen, so kommod die einstige Wirtschaftswundernische im „Kalten Krieg“ auch für einige gewesen sein mag. Heute nun haben alle Deutschen die Chance, ihre Hauptstadt als Schaufenster zur Welt mitzugestalten – herzlich willkommen!
    Natürlich wird es auch immer Wettbewerb zwischen den einzelnen Wirtschaftsstandorten geben – nichts ist statisch, alles bleibt im Fluss, auf dass sich jeder dauerhaft Mühe gebe. Trotzdem kann sich aber ein Berliner z.B. über den Bau der ELBPHILHARMONIE HAMBURG freuen wie über den erfolgreichen Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden. Dank guter Infrastruktur sind beide Städte von Berlin aus gut zu erreichen, so dass diese Stätten auch Lehrbeispiele und eine kulturelle Bereicherung für alle Berliner sind. Gleiches gilt umgekehrt für den Neubau des Berliner Schlosses und die Komplettierung der Museumsinsel – auch dies sind nicht allein Berliner Projekte, sondern Vorhaben im Dienste kommender Generationen in Berlin, Deutschland und der Welt.
  3. Industriestadt des 21. Jahrhunderts vs. Kostgänger des Bundes
    Der kulturelle Reichtum und die noch zu erschließenden Potenziale dürfen natürlich nicht über ein Defizit hinwegtäuschen: Kriegs- und teilungsbedingt, aber auch durch den Übergang vom Industrie- zum Informationszeitalter ist Berlin industriell ausgeblutet. Gleichwohl scheint die „Bodenbildung“ hinter uns zu liegen, ein Aufschwung nunmehr möglich.
    Industriebetriebe des 21. Jahrhunderts sind kein Abklatsch der Gründerzeit nach 1871. Industrielle Wertschöpfung in Berlin wird Pioniercharakter haben müssen. Traditionelle materielle Massenproduktion ist ins Ausland abgewandert – ein Zurückholen undenkbar. Berlin wird Innovator und Schrittmacher der Entwicklung einer neuen Industrie sein müssen – dies umfasst immaterielle wie materielle Produktion: Berlin als Bildungs- und Wissenschaftsstandort wird Grundlagenwissen und Praxis-Know-how hervorbringen und der Welt anbieten.Berlin wird seinen kulturellen Reichtum im traditionellen wie zeitgenössischen Verständnis weiter pflegen und entfalten und die Welt zum Genießen und Mitwirken einladen. Berliner IT- und Ingenieurunternehmen, aber auch Werbeagenturen und Beratungsdienstleister werden Deutschland und der Welt Lösungsansätze, Konzepte und Projekte anbieten können, deren materielle Komponenten dann durchaus in anderen Ländern gefertigt werden können. Berlin wird auf manchem alten Industriegelände in steinernen Zeugnissen der Gründerzeit des späten 19. Jahrhunderts modernste Industriekonzepte realisieren: Informations- und Kommunikationstechnik, Spezialmaschinenbau für nicht serienfertigungs-taugliche Sonderaufträge, Biomedizin, Energie-, Umwelt- und Verkehrstechnik, vielleicht sogar Chemie und Verfahrenstechnik in Mini- und Microreaktoren oder auch Nanotechnologie…

Ein solches Berlin wird im internationalen Wettbewerb gut aufgestellt sein – und nicht länger Subventionsfall des Bundes. Um dafür die Grundlagen zu schaffen, benötigt Berlin jetzt die Solidarität aller Deutschen – nicht mehr als „Notopfer“ für die einst ungeliebte halbe, suspendierte Hauptstadt, sondern für den Wertschöpfungsmotor Deutschlands im 21. Jahrhundert.

Weitere Informatione zum Thema:

Dieses Fazit des GTIV-Präsidenten zur Tagung „agenda@berlin“ am 4. Mai 2007 im Berliner Abgeordnetenhaus wurde abgedruckt in „Berliner Bank für Berlin – agenda@berlin als Beispiel eines konstruktiven Berlin-Dialogs“ im Kapitel „Medienecho zu agenda@berlin“, S. 55ff.

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