ESM für den Mittelstand: Der wertbeständige Rettungsschirm in eigener Sache

GTIV-Vizepräsident Dietmar Wilberg empfiehlt Wertspeicherung in Form edler Silber-Münzen

[GTIV, 06.09.2012] Angesichts der unkalkulierbaren Folgen des „Fiskalpakts“ und des „Rettungsschirms“ ESM (European Stabilty Mechanism) rät Dietmar Wilberg, MBA, Vizepräsident der GTIV, dem Mittelstand, d.h. den kleinen und mittelgroßen Unternehmern wie auch dem gewöhnlichen Verbraucher, sich noch im Vorfeld weiterer fragwürdiger Entscheidungen der Politik auf nationaler und europäischer Ebene einen eigenen „Rettungsschirm“ zu schaffen. Der „ESM“ in eigener Sache könnte demnach durch „edle Silber-Münzen“ realisiert werden. Warum Wilberg (DW) gerade auf dieses Edelmetall setzt, erklärt er im folgenden Interview mit GTIV-Chefredakteur Carsten Pinnow (CP):

CP: Herr Wilberg, wie ernst ist die Lage?

DW: Den EU-Mitgliedsstaaten der Euro-Zone droht eine Entmündigung durch Brüssel! „Fiskalpakt“ und „Rettungsschirm“ wurden in Deutschland abgenickt – damit hat man im Prinzip einer Verlagerung der Finanz- und Steuerpolitik auf die europäische Ebene zugestimmt, sich quasi selbst entmachtet.

CP: Aber wir sind doch auch Europäer… Warum ist das schlimm?

DW: Der ESM droht zu einer supranationalen Mega-Bank zu mutieren, die sich der demokratischen Kontrolle entziehen wird. Für die EU-Bürger – zumindest in der Euro-Zone – entsteht eine dauerhafte Zahlungsverpflichtung, ohne aber adäquate Kreditgeberrechte ausüben zu können. Ja, die sogenannten „Gouverneure“ sollen gar Sonderrechte genießen – eine Stellung außerhalb von Gesetz und Rechenschaftspflicht.

CP: Was kann dieser umstrittene ESM leisten?

DW: Er mag das Leiden nochmals verlängern, aber die mathematischen Gegebenheiten sind unerbittlich – das exponentielle Wachstum der Verschuldung muss zwangsläufig in den Systemcrash führen!

CP: Beim Wiederanlauf unserer Volkswirtschaft werden wir dann ganz sicher den deutschen Mittelstand brauchen. Dieser ist ja schon heute schwer gebeutelt. Wie kann dieser überhaupt durch die Krisen- bzw. gar Katastrohenzeit kommen?

DW: Zunächst einmal muss von Illusionen Abschied genommen werden. Aber wenn der Mittelstand sich auf seine Stärken besinnt, wird er erkennen, dass die Achtung für sein Wirken, für seine Wertschöpfung, die Basis für nachhaltigen Wohlstand ist. Sicher ist der Abschied von Illusionen mit Enttäuschungen verbunden – hierbei ist die deutsche Sprache übrigens sehr präzise, denn wir ent-täuschen uns, lösen uns von Lug und Trug…

CP: …und besinnen uns wieder auf wahre Werte, also auf Realwerte – das propagieren Sie ja schon seit Jahren. Aber konkret: Was kann man jetzt noch machen?

DW: Ich plädiere für den „ESM in eigener Sache“ – in Form etwa „edler Silber-Münzen“. Aber natürlich ginge ebenso Gold, auch die Barrenform ist natürlich denkbar; doch es lohnt sich schon, aktuell der „kleinen Schwester“ des Goldes mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Derzeit hat sich gewissermaßen der Wechselkurs von Gold zu Silber auf das Verhältnis von durchschnittlich 1:15 eingependelt. Zur Zeit könnten Sie für eine Feinunze Gold rund 58 Feinunzen Silber erwerben. Silber hat in der Zukunft also noch ungeheures Aufholpotenzial.

CP: Wenn man in Euro oder irgendeiner anderen nicht durch Realwerte gedeckten Währung denkt…

DW: Genau! Eben darum trete ich dafür ein, Preise nicht in Dollar oder Euro zu bewerten, sondern sich die Frage zu stellen, was bekomme ich im Tausch für eine Feinunze Gold oder Silber.

CP: Mit welcher Wertentwicklung rechnen Sie?

DW: Nun ist Silber viel mehr als Gold auch ein Industriemetall, das verbraucht und bisher kaum zurückgewonnen wird! Rund 70 Prozent des Silbers fließen in technologische Prozesse und Produkte ein. Ich kann keine quantitative Angabe machen – aber qualitativ gesprochen dürfte angesichts einer drohenden Verknappung an der Werthaltigkeit des Silbers auch in Zukunft kein Zweifel bestehen. Wer es einmal richtig verstanden hat, der interessiert sich wie gesagt gar nicht mehr für eine Wertangabe in Euro oder Dollar – denn darin steigende Preise signalisieren ja vor allem den Verfall solcher ungedeckten Währungen. Mir geht es bei meiner Empfehlung vor allem um den Werterhalt durch Edelmetalle – gewissermaßen ein „Einfrieren des Geldwertes“ zum Zeitpunkt des Kaufs.

CP: Durch die angesprochene Produktionsnähe des Silbers eignet es sich sicher gut als Wertspeicher für den Mittelstand…

DW: Aber auch Palladium und Platin kommen in Frage! Nur Silber ist uns eben geläufiger und hätte im Fall der Fälle sicher eine höhere Akzeptanz, zumal in Form von Münzen.

CP: Ein letztes Wort zu dem mittelständischen Leser?

Foto: FINANZKANZLEI DIETMAR WILBERG, Berlin

Foto: FINANZKANZLEI DIETMAR WILBERG, Berlin

Dietmar Wilberg: Die eigentliche Währung lautet auf Feinunze bzw. Kilogramm.

DW: Gerade produzierende Unternehmer werden wohl am besten verstehen, was Realwerte sind – all das, was nicht beliebig reproduzierbar ist, wertbeständig bleibt und sich anfassen, messen bzw. wiegen lässt… Für jene Mittelständler und für Otto Normalverbraucher, die noch Geld bzw. Anlagen zu verlieren haben, eignet sich Silber in besonderer Weise. Mit Silbermünzen in der Tasche hat man eben immer Geld – denn die eigentliche Währung lautet auf Feinunze bzw. Kilogramm und hat sich seit Jahrtausenden als Wertspeicher gerade in Umbruchphasen des Währungssystems bewährt.

Weitere Informationen zum Thema:

FINANZKANZLEI DIETMAR WILBERG
ZIELE ERKENNEN – WEGE FINDEN – KONTINUITÄT WAHREN

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